Der Krieg. Das Versagen der Völker

"Der Krieg. Das Versagen der Völker" ist der erste Teil der Trilogie "Past continuous" von Cristian Javier Castaño und seiner Company Tango – offen und bunt.

Die Tanzcollage "Der Krieg. Das Versagen der Völker" thematisiert die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und visualisiert Erfahrungen von Exil, Gewalt, Flucht und Vertreibung. Den musikalischen Mittelpunkt der Performance bildet der jüdische Tango "Ich habe kein Heimatland" des Schlagerkomponisten Friedrich Schwarz (1895–1933). Schwarz schrieb dieses wehmütige Lied im Jahr 1933 in Paris im Kontext seiner Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Der Komponist starb kurz danach mit nur 38 Jahren. Die Tanzcollage nimmt auch Bezug auf die tragische Lebensgeschichte des Philosophen Walter Benjamins, der wie Schwarz 1933 ins Pariser Exil ging und auf der Flucht vor den Nationalsozialisten 1940 den Freitod wählte. Persönliches Schicksal und gesellschaftliche Verantwortung sind die großen Themen dieser Performance. Die 24 Schauspieler*innen und Tänzer*innen des Stückes gehören zur Company Tango – offen und bunt, die Menschen verschiedener Nationalitäten in einem Tanzensemble zusammenbringt. Einige aus der Company mussten selbst aus Kriegsgebieten fliehen und leben in Deutschland im Exil. Die persönlichen Biografien der Ensemblemitglieder hatten großen Einfluss auf die Choreografie des Stückes.

"Der Krieg. Das Versagen der Völker" ist der erste Teil der Trilogie "Past Continuous" von Cristian Javier Castaño und seiner Company Tango – offen und bunt.

Idee/Regie: Cristian Javier Castaño, Tanzpädagoge
Gast-Choreografin: Leila Loforte, Tänzerin
Veranstalter: Cellex Stiftung

Termine:

Die Uraufführung fand am 9. Februar 2018 im Palitzschhof in Dresden Prohlis statt.

Weitere Aufführungen:
Am 23. März 2018 im Palitzschhof in Dresden Prohlis.
Am 2. November 2018 beim Ostritzer Friedensfest.

Geplant wird eine weitere Aufführung im Frühjahr 2018 im Montagscafé (Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden).